Die Wahrheit - Melanie Raabe [Rezension]





Genre: Thriller
Seiten: 441
Verlag: btb
Ausgabe: Broschur
Preis: 16,00 (DE)

Bewertung: 4 von 5 Eulen







Sarah führt kein einfaches Leben. Sie hat einen kleinen Sohn, den sie alleine aufziehen muss. Der Grund: Vor sieben Jahren ist ihr Mann Philipp Petersen auf eine Geschäftsreise nach Südamerika aufgebrochen und seither nicht mehr aufgetaucht - spurlos verschwunden. Täglich fragt sich Sarah, was mit ihrem Mann passiert sein könnte, ob er noch lebt, ob er jemals zurückkehrt...
Aus heiterem Himmel erhält sie die unfassbare Nachricht. Philipp lebt, und kehrt zur ihr zurück. Dies bringt ein Medienspektakel mit sich und als sich Sarah zum Flughafen begibt, um ihren Mann nach der langen Zeit endlich wiederzusehen, merkt sie schnell, dass etwas nicht stimmt. Dieser Mann, von dem alle behaupten, es sei ihr verschwundener Ehemann, ist für sie ein völlig Fremder.










Das schlichte Cover hat mich sofort angesprochen. Es verrät kaum etwas über die Geschichte und sagt dennoch sehr viel aus. Vor allem die Gestaltung in schwarz-weiß ist sehr gelungen.

Ich möchte mit dem Besten an diesem Buch gleich beginnen: Der Schreibstil! Dieser hat mich unglaublich fasziniert. Die Autorin schafft es in einer Weise Spannung aufzubauen, die keinen Vergleich zu den Größten dieses Genres scheuen muss. Schnörkellos und auf den Punkt gebracht - so präsentiert sich dieser Thriller.

Der Protagonistin konnte man die ganze Zeit über in die Seele blicken. Ihre Gedankenwelt wurde für uns als Leser nachvollziehbar beschrieben. Auch wenn ich ihre Handlung nicht immer als besonders schlau empfunden habe, so waren sie doch ihrem Charakter entsprechend und oft auch impulsiv. Wobei ich hier meinen einzigen Kritikpunkt anbringen möchte: Die Einstellung der Protagonistin. Man merkt, dass sie ihren Sohn beschützen möchte und dafür auch alles tun würde, aber gerade deshalb konnte ich nicht immer verstehen, welche Entscheidungen sie in einzelnen Situationen getroffen hat. Im Hinblick auf die Entwicklung und Auflösung der Geschichte, ist mir aber klar, dass es manchmal nicht anderes hätte sein dürfen, damit alles schlussendlich einen Sinn ergibt.

Die Geschichte war spannend von der ersten Zeile an. Man erfährt sie einerseits aus der Sicht der Protagonistin, andererseits durch den Mann, der zurückkehrt, der im Buch als "Der Fremde" bezeichnet wird. Die Twists im Plot waren für mich absolut nicht vorhersehbar, was meiner Meinung nach essentiell für einen guten Thriller ist. Das Ende konnte mich somit auch überzeugen und daran kann ich nichts Negatives finden.


Für mich ein äußerst gelungener Thriller, der dem Leser bestimmt lange im Gedächtnis bleiben wird. Daher kann ich ihn uneingeschränkt empfehlen.






Dieser tolle Thriller erhält von mir 4 von 5 Eulen.










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